Deutschland bei einer Europameisterschaft zu vertreten, und das auch noch im eigenen Land – dieser Traum ging für sechs Kin-Ball-Spielerinnen und -Spieler des TSV Bobingen vom 26.–29. August in Erfurt in Erfüllung.

Dabei gelang es der deutschen Herren-Nationalmannschaft in den drei Vorrundenpartien gegen spielerisch überlegene Top-Teams wie Belgien, Tschechien und Spanien nicht, einen Satz zu gewinnen. Im abschließenden Platzierungsspiel gegen Ungarn und Frankreich gewannen die Gastgeber dann aber völlig verdient eine Periode, wobei besonders Magnus Florian vom TSV Bobingen herausragte, der über das gesamte Turnier hinweg mit seinen starken Aufschlägen überzeugte.
Auch das deutsche Frauenteam, angeführt von den beiden Bobinger Nationaltrainern Florian Mahr und Tobias Wolf, konnte sich in der Vorrunde u.a. gegen die Mit-Favoritinnen aus Belgien, Frankreich und Tschechien keinen Satz sichern. Da jedoch nur fünf Länder ein Frauenteam stellten, waren die Deutschen trotzdem für das Halbfinale qualifiziert. Gegen Frankreich und die Schweiz lieferten dabei besonders die drei Nationalspielerinnen Alina Heffner, Isabell Pütter und Martina Stölzle vom TSV Bobingen eine sehr überzeugende Leistung ab: So standen die spielstarken Französinnen gegen die Heimmannschaft zweimal am Rande eines Satzverlusts, konnten sich jedoch in den entscheidenden Momenten behaupten und das Spiel letztlich deutlich gewinnen. Auch im anschließenden direkten Duell mit der Schweiz verkaufte sich Team Deutschland – maßgeblich angetrieben durch die drei Bobingerinnen – teuer, verlor aber knapp mit drei zu fünf.


Einen großen sportlichen Erfolg erzielte dagegen die Mannschaft des TSV Bobingen bei den International Open, einem Vereinswettbewerb, der zeitgleich zur Europameisterschaft und ebenfalls in Erfurt ausgetragen wurde. Angeführt von Spielertrainerin Viktoria Heffner gelang es Alicia Becker, Mia Stark, Anna Torscher, Marco Cipriano, Michael Hertle, Michael Mattler, Marco Niebauer und Jonathan Sporer nämlich, alle drei Vorrundenspiele zu gewinnen. Dadurch stand das Team sensationell auf Platz eins der Tabelle und zog höchst souverän ins Halbfinale ein. Darin hatte es der TSV mit den Owlbears (Belgien) und den Pumpkins (Belgien) zu tun. Auch wenn sich die Spielerinnen und Spieler gegen die Owlbears klar geschlagen geben mussten, besiegten sie immerhin die Pumpkins im direkten Duell, und belegten so im Gesamtranking einen herausragenden vierten Platz.
So nehmen alle Spielerinnen und Spieler des TSV Bobingen jede Menge Erfahrung und große Motivation für das nächste internationale Großereignis, die Kin-Ball-Weltmeisterschaft 2027 in Belgien, mit nach Hause.
